Was ist Release in der Schwerpunktpraxis?
Release in der Schwerpunktpraxis ist eine Beratungstelle für die psychosoziale Betreuung von Substituierten. Sie befindet sich unter einem Dach mit der Schwerpunktpraxis für Suchtmedizin von Dr. Zsolnai. Wir betreuen hauptsächlich Substitutionspatienten dieser Praxis.
Was ist Substitution?
Die Substitution ist eine medikamentengestützte Suchtbehandlung für Opiatabhängige (Heroin). Sie ist als Behandlungskonzept aus verschiedenen Komponenten zu verstehen:
› Die kassenfinanzierte medizinische Grundversorgung mit der Vergabe eines Substitutionsmittels
(Drogenersatzstoff) durch einen Arzt. Als Substitutionsmittel können Methadon, Polamidon oder
Subutex eingesetzt werden.
› Begleitmaßnahmen, welche den medizinischen Richtlinien zu Folge stattfinden müssen, sofern
sie erforderlich sind. Dazu gehören in der Regel eine psychosoziale Betreuung durch eine hierzu
qualifizierte Suchtberatungsstelle und/oder psychiatrische, neurologische oder psychotherapeu-
tische Behandlungen.
Wer kommt in die psychosoziale Betreuung bei Release in der Schwerpunktpraxis?
Der Zugang zur Betreuung findet in der Regel über die Arztpraxis statt. Interessierte Opiatabhängige stellen sich in der Arztpraxis vor und bewerben sich um einen Substitutionsplatz. Bei beabsichtigter oder erfolgter Aufnahme in die medizinische Behandlung wird der Patient vom Arzt an uns vermittelt.
Ziele und Arbeitsweise
Wir können die Zielorientierung unserer Arbeit auf Grund der äußerst unterschiedlichen individuellen Begebenheiten der Klientinnen und Klienten nicht pauschal formulieren. Wir arbeiten akzeptierend und im Sinne der Motivierenden Gesprächsführung ergebnisoffen, sowie klientenzentriert. Dabei fördern wir die Veränderungsmotivation der Klienten und die Entwicklung von eigenen Zielen.
Standards
Unsere psychosoziale Betreuung entspricht den Qualitätsstandards des Stuttgarter "Qualitätszirkel Substitution" und der "Leistungsbeschreibung ambulante Sucht- und Drogenhilfe Stuttgart vom Oktober 2003". Gemäß diesen Standards führen wir zu Beginn der Betreuung 3 bis 5 Einzelgespräche durch. Dabei erheben wir eine Sozialanamnese und schließen, sofern eine Betreuung erforderlich ist, einen Betreuungsvertag ab.
Im weiteren Verlauf der Betreuung erstellen wir einen Hilfeplan, den wir regelmäßig aktualisieren. Zwischen dem Berater und der medizinischen Praxis finden ein regelmäßiger Austausch und Fallbesprechnungen statt. Wir haben Schweigepflicht. Die Beratung ist kostenlos.